Mainz – Red Cat

13. Juni, 2007

Geschrieben für Laut und Raus (eingestelllt)

Der Start neuer Clubparties ist immer etwas Besonderes. Schön, wenn dann Bands eingeladen werden um Publikum anzulocken. Allerdings hätte dies das Red Cat in Mainz gestern Abend gar nicht nötig gehabt, war es doch an diesem Mittwochabend so voll wie in manchen Clubs nicht mal am Wochenende! Der Mainzer Club ist nun mal beliebt, genau wie DJ Psycho Jones, der zum Launch der “New Pollution” Scut zu einem Akkustikset eingeladen hatte. Und auch wenn das Publikum so oder so gekommen wäre, toll war das allemal.
Zwar hatten Scut zuvor über MySpace angekündigt, dass sie ohnehin nur 20 Minuten spielen würden, was aber kein Hindernis für ein gutes Konzert ist. Kurzum: Quantität macht nun wirklich keine Qualität. Und das schien das Publikum genauso zu sehen. Die quasselten zwar die meiste Zeit (was vor allem auf Akkustikkonzerten so richtig nerven kann), dennoch gab es nach jedem Song tosenden Applaus.
Die geplanten sechs Songs an diesem Abend waren aber auch hervorragend ausgewählt. Gegen 22:20 begannen Samel, Markus und Regine mit Maybe, das in ruhiger Version richtig melancholisch wirkt. Da sich die Band an dem Abend auf Saiteninstrumente beschränkte, war Schlagzeuger Rainer ungewohnter Weise nur als Gast anwesend.
Over and Out hingegen unterschied sich auf unheimliche Weise kaum von der ohnehin ruhigen CD-Version, trotz fehlender Percussion.
Mit Elvis Died When He Joined The Army, Never Should und Radarscreen kam auch das erste Album nicht zu kurz.
Nach Zugaberufen aus mehreren Ecken, lies sich die Band dazu bewegen mit “Bei dir” einen gelungenen Abschluss für ein tolles Konzert zu geben. Für den würde ich nämlich fast schon zu Fuß nach Mainz laufen.


Frankfurt – das Bett

20. April, 2007

Quelle: eigener Weblog, Friends-Only-Posting (23.04.07)

Laut Club-Homepage sollte um 21:30 Beginn sein. Angefangen haben sie um 22:40 oder so…
Das erste was auffiel: um Himmels Willen, was für ein grottiger Sound… Bass zu laut, die Gitarren gingen darin regelrecht unter. Anstatt also den Bass leiser zu machen wurden die Gitarren lauter, was dazu führte, dass ich es sogar durch meine Ohrstöpsel LAUT fand. Auf der Bühne schien der Sound noch schlechter, zumindest machte Markus den Anschein, als ob er sich teilweise garnicht hören würde.

Opener wie seit einem Jahr “Intro” (bzw. “This Thinly Veiled Metaphor”), welches mit dem Ende der CD-Version vonDisconnect eingeleitet wird (na, dieser “Krach” da am Ende ;) – da gibt es bestimmt einen Ausdruck für, der will mir aber gerade nicht einfallen). Dann Maybe, der nach meiner Meinung blos niemals von der Setlist gestrichen werden darf.
Over and Out wird heute zum letzten Mal in der rockigen Version gespielt, ich sag ihm still adé und bin irgendwo geknickt. Bei Bad Hair Day springt Markus ziemlich in der Tonlage, weil er sich einfach nicht hört.
Der Sound ist seit dem dritten oder vierten Song zumindest im Publikum annehmbar und die rocken an dem Abend so richtig! Sogar Drop Down D ist so ungewohnt laut! Markus sagt Kellerdisco als ruhiges Stück an, muss aber am Ende einräumen, dass er damit nicht so ganz richtig lag. Immer wieder schön ist natürlich die Morissey-Einlage “Everyday is like Sunday/Everyday is silent and grey” im Zwischenteil. Außerdem ist Radarscreen wieder im Set und ich freu mich drüber.
Nach The Luxury of Self-Pity und Disconnect dann auch schon das quasi-Ende des Sets. Irgendwo war auch noch Never Should dazwischen, ich weiß gerade nur nicht mehr wo genau.
Da sie es albern finden von der Bühne abzuhauen und auf die Zugaberufe zu warten, was ich nachwievor sehr sympathisch finde, spielen sie direkt mit Let’s Get Arrested den für heute letzten Song. Irgendwie schafft Rainer es dabei, dass eine Trommel umfällt, woraufhin er am Ende des Songs auch noch eine weitere, dieses mal absichtlich, umwirft. Markus nimmt sich daran ein Beispiel und der Mikroständer landet ebenfalls (absichtlich) auf dem Boden. Yeah, das ist Rock’n'Roll! *hehe*
Fazit: eigentlich ein sehr schönes Konzert, das aber teilweise unter dem Soung gelitten hat. In Bonn wird diesbezüglich alles besser. ;) Hoffe ich zumindest…


Aachen – Malteserkeller

5. April, 2006

Quelle: (Inter)national POP! Jetset (Christinas Konzertblog, privat) / Autor: Christina

Mein erstes Konzert in Aachen, und es ist so frustrierend wie erwartet: Während sich die Aachener Studentenmassen auf der hassenswerten Shuttle-Party amüsieren, finden sich im Malteserkeller nur ein paar Menschen ein, um sich eine gute Band anzugucken. Aachen halt.
Entsprechend wenig Lust haben Scut dann auch, reden von einer traurigen Angelegenheit und werden wahrscheinlich noch in 10 Jahren auf der Bühne erzählen, wie schrecklich es damals in Aachen war. Ich fühle mich irgendwie schuldig an der Misere, aber was hätte ich schon tun können?
Es gibt es paar Songpremieren, wobei mir mal wieder klar wird, dass Lieder über Kinder (auch wenn es die Nichten sind, und nicht die eigenen) gar nicht gehen.
Ansonsten wird’s nach einiger Zeit doch noch ganz nett, gerade als die Band richtig drin ist (und ich auch) ist dann aber schon wieder alles vorbei, Zugaben gibt’s auch nicht. Schade…


Neustadt-Speckswinkel – Keltereifest

20. August, 2005

Quelle: eigener Weblog, Friends-Only-Posting (23.08.05)

Es war fast so “schlimm” wie erwartet! Kleiner Kelterei-Hof mit jeder Menge Familienprogramm und Ponyreiten, Kaffee und Kuchen… Dorffestflair eben. Da es im vorderen Teil langsam voll wurde, begaben wir uns schließlich in den Hinterhof, wo gerade eine fahrbare Bühen aufgebaut wurde. Fahrbar heißt in diesem Fall, dass es sich dabei um einen LKW handelte, den man nur aufklappen brauchte, und schon hatte man beinah genug Platz für eine Band ;-)

[...] Um viertel nach neun haben Scut dann endlich angefangen. Und vor was für einem Publikum: hinten saßen die Leutchen, die im vorderen Hof (da wo die Bar war) keinen Platz mehr bekommen hatten und nicht stehen wollten. Ein paar semi-Interessierte Erwachsene flankierten den Durchgang zwischen beiden Höfen und vor der Bühne standen fast nur kleine Kinder um die 10. Und zwei oder drei Eltern. Tja, und Jeannie und meine Wenigkeit natürlich.

Opener: Never Should Have Gone Out und Maybe, sehr souverän, aber blöderweise fielen die Monitore ständig aus. [...]
Bad Hair Day haben sie dann irgendwie verhauen, weil sie es zwischenzeitlich wieder ziemlich eilig zu haben schienen den hinter sich zu bringen. Das hat mich irgendwo ein bisschen geärgert. Aber ansonsten (bis auf die Moniprobleme) kein schlechtes Konzert! Und vor allem mal ein ungewöhnlichens! Sehr schön: Kellerdisco, The Luxury of Self-Pity.
Anekdote: Rainer vor dem Konzert zu uns: “Die haben uns gesagt hier sollen 600 Leute hinkommen. Aber woher denn, hier wohnt ja keiner!” – das hatte wohl ein Speckswinkler mitbekommen, denn auf die Ansage, ob sich denn hier die Nachbarn nicht gestört fühlen würden, wenn sie jetzt Krach machen, rief jemand rein: “Wen denn, hier wohnt doch keiner!”
Drop Down D hat mir in Augsburg besser gefallen. [...] Vor dem Aspirin-Finale haben sie dann einen neuen Song gespielt, und ich liebe Song-Premieren! Ich beschreib ihn mal mit Jeannies Worte… wieder mal was total anderes, aber trotzdem ist der rote Faden noch da.
Erinnerte mich streckenweise ein ganz klein wenig wie Maybe, aber doch ganz anders. [...]

Tja, und wenn Scut dachten nach Aspirin schön was trinken gehen zu können: ätsch! Das Publikum forderte Lautstark eine Zugabe, und weil sie meinen Zuruf (“Billy Bob” natürlich..) nicht geprobt hatten spielten sie als “Rauswerfer” Books I Never Read.


Augsburg – Kerosin, PopCity Warm-Up Party

28. Mai, 2005

Quelle: eigener Weblog, Friends-Only-Posting (31.05.05)

“… Am Vortag hatten wir wohl nicht allzu viel verpasst. Das Konzert soll laut Tobi eher mittelmäßig gewesen sein, außerdem ist es unter Deck auf dem Boot heiß!
[...]
Die ersten drei Songs (Never Should Have Gone Out, Maybe, Bad Hair Day) haben Scut direkt hintereinander weggespielt, was dann erstmal so klang als haben sie es furchtbar eilig von der Bühne wieder runterzukommen. Was nicht heißt, dass die ersten drei wirklich schlecht gewesen wären, nee! Nur rauschten sie halt so schnell vorbei, sowas finde ich schade!
Vom Set her und von der sich stetig steigernden Spielfreude der Band unter Strich ein schönes Konzert! Vielleicht nicht gerade eins was es in die Bestenliste schafft, aber dennoch jeden gefahrenen Kilometer wert! Allein schon, weil sie 3 meiner 4 (momentanen) Lieblingssongs gespielt haben (Maybe, Elvis…, Over & Out – nur Billy Bob nicht) und Drop Down D sich immer mehr zu einem weiteren heimlichen Hit mausert. Ich frage mich nur ob es das wahre ist mit Aspirin aufzuhören, wenn man auf einer Party spielt wo einen vielleicht 5 Leute im Publikum kennen? Die Stimmung im Publikum war irgendwie nicht dafür gemacht. Trotzdem gabs am Ende genug Applaus für eine Zugabe. Books I Never Read.
Im übrigen lief die ganze Zeit so eine DVD mit Ozeanaufnahmen, die per Beamer auf eine Leinwand neben der Bühne projiziert wurde. Manchmal passte das richtig gut zur Musik, klasse Untermalung!…”


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